Briciolino

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Briciolino ist seit dem 15. November 2013 bei mir. Er war Liebe auf den ersten Blick…

… denn eigentlich wollte ich nur mal kurz in der Zoohandlung nach Käfigen schauen. Als ich an einem der Ausstellungskäfige vorbeikam, klatsche etwas kleines Blaues plötzlich gegen die Glasscheibe. Ich schaute in den Käfig und sah ein tollpatschiges Wellensittichküken sich kurz schütteln und dann wieder auf die Stange hopsen. Neugierig beobachteten wir uns eine Weile. Nach einer Stunde rief ich meine Mutter an: „Notfall, Mama, du muss sofort kommen! Ich habe ihn gefunden!“

Kurze Zeit später war meine Mutter dann mit dem Auto da und es folgte die für Mütter übliche Predigt: „Willst du dir das wirklich antun, hast du nicht jedesmal gelitten, wenn einer gestorben ist, weißt du, welche Verantwortung da für die nächsten 15 Jahre auf dich zukommen, bist du dir ganz sicher, wirklich sicher, sichersicher, totsicher… Oh, ist der aber süß – kauf ihn!“

Bei der ganzen Aufregung hatte ich glatt vergessen, meinen Freund über den Kauf zu informieren. Im Prinzip hatte ich mir ja schon Monate vorher das OK geholt, aber so ganz glücklich schien er nicht zu sein – zumal die Begrüßung am Abend gleich mit einem „Arbeitsauftrag“ verbunden war: Morgen braucht der Kleine eine Freundin und falls du es noch nicht wusstest, du wolltest morgen mit mir durch Berlin fahren und ein Wellensittichmädchen suchen! Okay, ich gebe zu, wahre Ekstase sieht bei meinem Freund anders aus… am nächsten Tag aber zog Piumina bei uns ein, denn eines war klar: Wellensittiche sind Schwarmtiere und dürfen niemals alleine gehalten werden!

Da das blaue Küken in den ersten Tagen a) noch keinen Namen hatte, b) vor Aufregung noch etwas Durchfall hatte und c) mein Freund mich auf die Palme bringen wollte, taufte er ihn einfach „Pupsi“ – inzwischen ist es ein Sammelbegriff für den gesamten Schwarm voller „Pupsis“.

Nachdem die Namensfindung bei Piumina (ital. „Federchen“) sehr leicht und intuitiv war, entschied ich mich nach ein paar Tagen für Briciolino (ital. „Krümelchen“), da er so klein und tapsig war und zwischen seinen Wellen am Kopf lauter weiße Flecken von der einsetzenden Jungmauser hatte. Leider hielt das Glück nur kurz, denn Piumina brachte Trichomonaden mit. Ein Ärztemarathon begann und Briciolino spendete seiner Piumina Trost und Wärme, bis zu ihrem Tod zwei Monate später.

Da Piumina an einem Sonntag gestorben ist und ich in den folgenden Tagen Körner verdienen musste, war Briciolino drei lange, qualvolle Tage allein, bis wir dann am Donnerstag loszogen, um eine neue Partnerin für Briciolino zu holen… [weiterlesen bei Chiocciolina]

 

Zum Vergrößern der Bilder, bitte auf die Fotos klicken.

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4 Gedanken zu “Briciolino

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