In dieser Folge geht es um ein unliebsames Thema, das allerdings zur Vogelhaltung unweigerlich dazugehört: nämlich die Hygiene und das Putzen.
Vogelkot ist gesundheitsschädlich
Zersetzter Vogelkot, Federbruch oder Sandstaub lagern sich in der Lunge ab und können im Extremfall zu Atemproblemen oder allergischen Reaktionen führen. Den Vögeln selber geht es in Innenräumen, die wegen des täglichen Freiflugs oft schlecht gelüftet werden, nicht besser: Auch bei ihnen sammelt sich der Feinstaub in den Atemorganen.
Wie kannst du die Hygiene verbessern und wie oft muss man was putzen?
Täglich:
- Futter- und Trinknäpfe
- Sand / Einstreu bei Bodenfütterung, ansonsten alle zwei Tage
- Verkotete Stangen im Käfig, die täglich genutzt werden, wie zum Beispiel Schlafschaukeln und Lieblingsplätze
- Zimmer saugen
Wöchentlich:
- Käfiggitter abwischen
- Bodenschalen heiß auswaschen
- Spielplätze reinigen
- gesamte Einrichtung im Käfig unter heißem Wasser abschrubben
- Boden im Zimmer wischen
Wie oft muss man die Einstreu wechseln?
Immer wieder werde ich gefragt, warum man so oft die Einstreu wechseln sollte. Wellensittiche – als australische Steppen- und Wüstenbewohner – haben einen sehr trockenen Kot. Dieser zersetzt sich bei Zimmertemperatur sehr schnell, sodass nach wenigen Tagen nur noch der weiße Urinanteil übrig bleibt. Der Kotanteil lagert sich als feiner Staub überall ab und wird von Mensch und Tier eingeatmet. Daher sollte man alle 1-2 Tage die Einstreu wechseln – egal, wie viele Wellensittiche man hält!
Außerdem empfehle ich allen, die ihre Vögel in der Wohnung halten, zusätzlich einen Luftreiniger* mit Hepa- und Kohlefilter anzuschaffen, um auch feinste Teilchen aus der Luft zu filtern. Nicht zu unterschätzen ist aber das tägliche, gründliche Lüften des Zimmers – am besten morgens und abends, wenn die Wellis noch im Käfig sind.
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